Silvesterlager der Roverstufe 2018/19

Erschienen am 3. January 2019 in Rover

Das diesjährige Silvesterlager ging (aufgrund von negativen Erfahrungen mit Matsch im letzten Lager) in ein Ferienhaus nahe Kiel im beschaulichen Schleswig-Holstein. Dies hat den praktischen Nebeneffekt, dass man bei einer sechstägigen Fahrt nicht viel an persönlichen Gegenständen und erst recht keine Zelte mitnehmen muss. Daher ging es für uns am 28.12. los Richtung Norden, wo wir abends angekommen das Lager mit selbst gemachten Pizzen begannen. Von der langen Fahrt erschöpft und sattgegessen ging es dann aber als bald in Kojen.

Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel?

Da das klassisch Touristische Umgebungs-erkundungs-programm (die deutsche Sprache ermöglicht immer wieder grandiose Neologismen) nichtfehlen durfte, ging es am nächsten Tag erstmals nach Plön. Zugegebenermaßen ist Plön zwar nicht ganz unter Kiel (sondern eher Südöstlich), dafür liegt es aber am „Großen Plöner See“, was ja mehr als nur eine Handbreit Wasser ist, denn der Name ist Programm. Natürlich haben wir nicht den ganzen See umrundet (Wir müssen ja noch nach Kiel!), dafür aber das Schloss Plön und die dortige Aussicht, sowie die angrenzenden Schlossgärten und -Wälder bewundert. Zurück daheim im Ferienhaus wurden die guten alten Brett- und Kartenspiele wiederentdeckt, was auch in den folgenden Tagen zu einem regelrechten Gesellschaftsspiel-Fanatismus führte.

Handbreit Wasser schön und gut, aber wie ist denn jetzt dieses Kiel?

Um das Umgebungserkundungsprogramm (hab ich eigentlich schonerzählt wie toll deutsche Neologismen sein können?) weiter zu exerzieren, stand am Tag darauf Kiel und seine Ostsee auf dem Programm. So ging es also vom Hafen aus zu Fuß am Landtag vorbei in Richtung Altstadt, in der dann noch der lokale Weihnachtsmarkt besichtigt wurde. Nun aber auf zur Ostsee, Meeresluft schnuppern! Von der gab es auch nicht gerade wenig, denn der Wintertendiert dazu, stärkere Winde zu erzeugen. Nur kamen wir leider zu spät, um das Technische Museum U995 zu besichtigen. Was nach einem Aktenzeichen einer deutschen Behörde klingt, ist in der Tat ein echtes U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, welches betreten werden kann. Solange man nicht die Öffnungszeiten verpasst… Also ging es für uns wieder zurück ins warme Zuhause, weitere Runden Monopoly, UNO usw. zu spielen.

Die Rover retten Silvester

Um nicht nur Brett- und Kartenspiele zu spielen, wurde an Silvester ein Escape Room im Ferienhaus errichtet, in dem dann prompt die restlichen Grüpplinge eingesperrt wurden. Ziel war es, 3 Zahlencodes und 2 Lösungswörter durch Rätsel und Hinweise im Raum zu ermitteln. Eben wie in einem echten Escape Room. Dies gestaltete sich anfänglich als recht schwer, wenn 10 unkoordinierte Rover durch Wohn-, Esszimmer und Küche rennen, ohne sich abzusprechen, oder Informationen auszutauschen. Die Panik entstand durch das Zeitlimit von 90 Minuten, bis dahin mussten wir die Codes gefunden haben, um die Schlüssel für den Schrank zu finden, in dem dann die Essenzielle Ausrüstung für die Rettung von Silvesterliegen sollte. Kurz vor Verstreichen des Ultimatums gelang es uns dann aber doch, alle Codes zu finden, auch wenn dafür der ein oder andere Staubsauger auseinandergenommen werden musste. Das neue Jahr wurde natürlich auch noch um punkt 12 Uhr begrüßt. Auch wenn wir die einzigen auf der Straße waren…

Ist im neuen Jahr wirklich alles neu? Lasst uns das mal überprüfen!

An Neujahr ging es für uns wieder an die Ostsee, Seeluft kann man Zuhause ja so schlecht schnappen. Nur waren wir diesmal an einem anderen Strand, der gegenüber das Strandes vom letzten mal lag, da sich an dieser Stelle eine Einbuchtung Richtung Kiel befindet. Nur hatten wir diesmal mit den Gezeiten zu kämpfen, da sich im Strand Wasser sammelte, das Festland vom vorderen Teil des Strandes trennte. Zwar war diese Trennung anfangs eher eine kleine Pfütze, dafür aber auf dem Rückweg ein breites und vor allem tiefes Hindernis, was vor allem für nasse Füße sorgte. Also ab in die warme Stube zum Aufwärmen und ein paar Runden Werwolf spielen! Nebenbei wurden schon die ersten Sachen gepackt, denn man wollte am nächsten Morgen die Rückfahrt möglichst früh antreten.

Aus Stau mach schlau

Sachen packen und Putzen. Da dieser Teil unserer kleinen Reise nicht sonderlich spannend ist, drücken wir mal die Vorspultaste und kommen zur Rückfahrt: Staus, Pausen und noch mehr Staus. Da wir mit mehreren Fahrzeugen angereist sind, konnten wir verschiedene Möglichkeiten parallel ausprobieren, um möglichst schnell voranzukommen:

1. Im Stau bleiben und weiterfahren

2. Den Stau per Landstraße möglichst umfahren

Bevor es zu Wetteinsätzen kommt, welche Möglichkeit schneller ist und wir ein Glücksspielgewerbe anmelden müssen, hier die Auflösung: Beides war in diesem Fall fast gleich schnell! Also ging es mit diesem neuen Wissen weiter Richtung Heimat, in der wir dann auch recht früh ankamen.